In und auf aller Munde: #maskeauf

Wir kennen es von Bildern in Asien bzw wer selbst dort schon gereist ist, hat es erlebt: viele Menschen tragen – auch ohne Corona Epidemie – eine Mundschutz-Maske. Nun ist auch bei uns eine Diskussion angekommen, ob das Tragen von Mundschutz eigentlich Sinn macht und wünschenswert sei. Wir bei HerrHase haben dazu eine klare Meinung: ja, Mundschutz ist eine sinnvolle und hilfreiche Maßnahme, um Viren (wie Corona) an der Verbreitung zu hindern. Deshalb unterstützen wir nachdrücklich die Kampagne von #maskeauf.

Weshalb macht ein Mundschutz Sinn?

Vorneweg räumen wir mit einem Mythos auf: der Standard-Mundschutz schützt Dich nicht notwendigerweise vor einer Ansteckung. Dazu bedarf es der speziellen FFP 3- Masken. Da diese aber gegenwärtig Mangelware sind, sollten sie denen vorbehalten bleiben, die sie auch unbedingt brauchen; nämlich den vielen Menschen, die im Gesundheitswesen tätig und dort fortwährend der Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Für den normalen Hausgebrauch reichen vorerst einfache Mundschutzmasken. Der Zweck solcher Masken liegt darin, dass sie die Verbreitung von Viren verhindern, die man selbst mit sich rumschleppt. Sie wirken quasi wie ein kleine Virensperre vor Deinem Mund. Insbesondere solche Krankheiten wie COVID-19 werden durch sogenannte „Tröpfchen-Infektion“ verbreitet. D.h. winzige Speichel- oder Schnupfen-Tropfen gelangen in die Luft und können andere Menschen infizieren. Ähnliches gilt übrigens für die meisten Erkältungskrankheiten.

Wenn also jemand nun infiziert ist, kann er die Umwelt dadurch vor seinen „Tröpfchen“ schützen, indem sie erst garnicht in die Luft gelangen. Weiß man, dass man infiziert ist, geht man deshalb in Isolation. Das Tückische am COVID-19 ist aber, dass man oft nicht (rechtzeitig) erkennt, dass man infiziert ist. Bei vielen Infizierten verläuft die Ansteckung sogar so unbemerkt, dass sie garkeine oder extrem leichte Symptome zeigen. Daher kann man – unbeabsichtigt natürlich – die Viren in die Welt tragen, weil man sich der eigenen Infektion nicht bewusst ist. Genau hier setzt der Zweck eines Mundschutzes an. Die vielen unbemerkten und unbewußten „Virenträger“ werden damit etwas eingeschränkt.

Da ein Mundschutz nicht nur alleine bei COVID-19 wirkt, sondern auch bei vielen anderen Erkältungskrankheiten, ist ein generelles Tragen des Mundschutzes sinnvoll – und gerade dann, wenn man selbst erkältet ist. Man schützt damit die Menschen in der Umwelt und zeigt Fürsorge für die Mitmenschen. Mundschutz-Tragen ist somit auch ein Zeichen von Höflichkeit und Respekt. Viele Virologen wie z.B. Prof. Dr. Christian Drosten von der Charité Klinik befürworten deshalb, dass man einen Mundschutz trägt (wer das ’nachhören‘ will, dem sei der NDR Podcast hierzu mit Dr. Drosten empfohlen). Sie weisen aber auch zurecht gleichzeitig darauf hin, dass solch ein Mundschutz kein Schutz vor einer Ansteckung bietet. Es schränkt nur die Verbreitung ein. Das ist mit einer der Gründe, weshalb z.B. nun in Österreich das Tragen eines Mundschutzes beim Einkaufen im Supermarkt Pflicht ist.

Des weiteren rufen inzwischen viele Organisation dazu auf, zuhause Mundschutz-Masken zu nähen und diese bereit zu stellen. In einzelnen Regionen kommt es nämlich zu Knappheit bei Mundschutz-Masken in Krankenhäusern und bei Rettungswesen. Hier können selbstgenähte Masken aushelfen, um zB Personal damit zu versorgen, die nicht direkt Ansteckungsgefahren ausgesetzt sind (z.B. Reinigungskräfte, Helfer*innen, Kantine, etc). Viele fleißige Hände überall im Land sitzen deshalb nun an Nähmaschinen und fabrizieren Masken aus alten T-Shirts, Bettlaken und Hemden..

Ein Vorteil dieser Aktion ist noch ein anderer: Die Masken werden bunter. Die Hoffnung ist dabei auch, dass mehr Menschen in der Öffentlichkeit solche (bunten) Masken tragen. Damit sollen Vorurteile abgebaut werden, die in unserer Kultur gegenüber Mundschutz-tragende Personen vorherrschen. Es besteht kein Grund, diese Vorurteile weiter zu pflegen. Im Gegenteil: gerade in Zeiten wie diesen, sollten wir alle bereit sein, neue Verhaltensweisen zu lernen und zu akzeptieren. Die neuen Verhaltensweisen dienen schließlich unserem Gemeinwesen und nutzen jedem von uns. Freuen wir uns darüber, wenn jemand einen Mundschutz trägt, denn diese Person zeigt Achtung vor uns und unserer Gesundheit. Es wäre deshalb wünschenswert, wenn möglichst viele Menschen dies tun. Deshalb unterstützen wir #maskeauf. Viele Prominente wie Jan Böhmermann, Lena Meyer-Landrut, Rezo und Joko Winterscheidt sind auch dabei. Und nun hoffentlich auch DU?

Wie mache ich mir selbst einen Mundschutz?

Jetzt, da wir sicherlich auch Dich überzeugt haben, einen Mundschutz zu tragen, haben wir hier Tipps für die Herstellung. Mit einfachen Methoden läßt sich ein Mundschutz basteln. Wer die Kenntnisse hat, läßt die Nähnadeln glühen. Wer eine Oma hat, die nun sowieso gelangweilt und alleine zuhause sitzt, kann diese mit dieser wunderbaren Aufgabe betrauen. Und wer schon immer mal wieder seine verstaubte Nähmaschine anwerfen will, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Für alle diese Varianten haben die Initiatoren der Kampagne #maskeauf eine sehr hilfreiche Website parat. Hier erhältst Du viele Tipps und Anleitungen, wie Du eine der vielen Mundschutzarten selbst herstellen kannst.

Wir sind gespannt und warten darauf, die schönsten und buntesten Mundschutzmasken von Euch zu sehen. Vielleicht überrascht uns jemand auch mit einem Hasen-Motiv…. 🙂

Christian Knäbel
ck@globalmediaconsult.com

Christian Knäbel ist ein erfahrener Unternehmensberater und Coach. Er berät Unternehmen, aber auch Einzelpersonen, weltweit in der Medien- und Telekommunikationsbranche in Projekten zu Strategie, Business Development und Nachhaltigkeit. Sein Motto: Nachhaltig leben sollte kein Hexenwerk sein: praktisch und in kleinen Schritten kann jeder was tun.