Iss Dich schmerzfrei – Nahrungsmittel, die Schmerzen bekämpfen

Kleinere oder größere Schmerzen plagen jeden von uns einmal. Schmerz sollte immer ernst genommen werden, denn es ist die natürliche Reaktion des Körpers darauf, dass irgend etwas nicht stimmt. Der Schmerz erlaubt uns, auf ihn zu reagieren: im Idealfall können wir die Schmerzursache auch verorten und abstellen; z.B. in dem man eben die Hand von der heißen Herdplatte nimmt….

Aber manchmal geht es nicht so leicht und der Schmerz bleibt bestehen. Wenn dieser dann besonders nervt, ist die Versuchung groß, sich aus der Vielzahl der Schmerzmittel in der Apotheke zu bedienen und einen Chemiecocktail einzunehmen. Wie auch in vorherigen Beiträgen über heilende Lebensmittel, stellen wir gerne fest, dass die beste Apotheke immer noch die Natur ist: sie hält eine vielseitige Auswahl an Lebensmitteln und Kräutern bereit, die schmerzstillend wirken. Wir haben einige davon ausgewählt und stellen sie hier vor:

Dunkle Kirschen und Beeren

Hier gilt, dass man gut mit der Natur Kirschen essen kann. Dunkle Früchte wie tiefrote oder schwarze Kirschen (aber auch dunkle Beerensorten) enthalten Flavonoide oder anders gesagt Pigmentstoffe, die in der Lage sind, unser Schmerzempfinden zu beeinflussen. Sie blockieren laut wissenschaftlichen Untersuchungen an der John Hopkins University die Schmerzsignale, die durch Entzündungen entstehen. Ein Portion von ca. 20 Kirschen reicht aus, um sich von Gelenk- oder  auch Magenschmerzen zu befreien – sofern diese durch eine Entzündung verursacht wurden. Auch lindern dunkle Früchte Menstruationsbeschwerden.

Ingwer

Ingwer ist ein Lebensmittel, das mit zu den  medizinisch vielseitigsten und gesündesten überhaupt gehört. Es ist schon seit Jahrtausenden als Schmerzmittel bekannt, denn Ingwer hilft Entzündungen einzudämmen, die evlt. Schmerzen verursachen können. Ideal ist frischer Ingwer: einfach ein Stückchen davon klein hacken und zu einer Paste zermalmen. Die Paste auf das schmerzende Gelenk oder Muskel auftragen. Auch innerlich kann Ingwer angewandt werden. Ein kleine Menge reicht schon aus, um Magenverstimmung oder Übelkeit zu vertreiben. Ein paar Scheiben Ingwer in ein Glas Wasser legen oder als Tee aufgießen bietet sich auch an und ist erwiesenermaßen gut gegen Erkältung, aber auch zur Vorbeugung gegen diese geeignet. Es muss auch nicht frischer Ingwer sein, wenn dieser nicht zur Hand ist. Das Ingwerpulver, dass man in jedem Supermarkt im Gewürzregal kaufen kann, tut es auch. Lecker als Zusatz im Tee, Müsli oder pur auf einen Löffel ist zb Ingwersirup.

Fisch

Wer hätte das gedacht: Fisch ist ein Schmerzmittel. Das heisst jetzt nicht, dass man sich einen Goldfisch schnappt und auf die schmerzende Stelle auflegt. Sondern bestimmte Fischarten wie Hering, Makrele, Thunfisch, Lachs oder Sardinen haben besonders hohen Gehalt an den wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Diese haben neben einem positiven Effekt auf den Herz-und Blutkreislauf auch eine entzündungshemmende Wirkung auf alle Knorpel- und Weichteile in unserem Gelenksystem. Regelmäßige Zufuhr von Omega-3 in unseren Körper durch den Verzehr dieser Fischarten (oder alternativ durch hochwertiges, pflanzliches Öl wie insbesondere Hanföl) kann Rücken-, Nacken- und Gelenkschmerzen reduzieren. Man ist wieder munter wie ein Fisch.

Joghurt

Auch reiner  probiotischer Joghurt – aber nur in Bio-Qualität bitte – hilft den Körper schmerzfrei zu halten. Die gesunde Wirkung von Joghurt auf unser Verdauungssystem und insbesondere die Darmflora ist hinreichend bekannt. Ist dieses System oder die natürliche bakterielle Balance des Darms gestört, sind oft Unwohlsein, aber auch Schmerzen die Folge. Joghurt reguliert diesen Haushalt und ein gesundes Verdauungssystem ist weniger schmerzanfällig. Unser Tipp für Leckermäulchen: Kombinier den Joghurt mit einem gesunden Müsli und dunklen Früchten.

Chilischoten

Manch einer wird eher vor Schmerz das Gesicht verziehen, wenn er Bekanntschaft mit zu viel Chili im Essen machte (oder gar in der unangenehmen Form von Pfefferspray). Aber Chili kann nicht nur Schmerzen verursachen, sondern diese auch abstellen. Das in den Chili enthaltene Capsaicin hat die Eigenschaft, den Schmerzbotenstoff im Körper auszuschalten. Bekannt aus der Apotheke  sind diverse Salben, die Capsaicin enthalten. Man kann sich diese Salben auch selbst herstellen aus Cayennepulver, Öl und Bienenwachs – aber sollte damit vorsichtig umgehen und auf Hautallergien achten. Eine Alternative ist, Chili ins Essen zu machen, denn die anregende, innerliche Wirkung des Chili hilft auch Schmerz zu lindern.

Pfefferminze

Wem Chili zu scharf oder unangenehm ist, der kann auf heimische Gewächse zurückgreifen. Pfefferminzöl ist vor allem dann im Einsatz, wenn Muskeln schmerzen. Das im Pfefferminz enthaltene Menthol löst Verspannungen und Zerrungen. Ebenso hilfreich kommt Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen zum Einsatz. Ein paar Tropfen auf den Schläfen einmassieren und sich der Entspannung hingeben.

Die Natur hat so viele nützliche, gesunde Medizin für uns – und die auch schmeckt. Da muss man keine bittere Pillen schlucken.

Habt Ihr weitere Tipps? Welche Erfahrungen habt Ihr mit schmerzlindernden Hausmittelchen?

Christian Knäbel
ck@globalmediaconsult.com

Christian Knäbel ist ein erfahrener Unternehmensberater und Coach. Er berät Unternehmen, aber auch Einzelpersonen, weltweit in der Medien- und Telekommunikationsbranche in Projekten zu Strategie, Business Development und Nachhaltigkeit. Sein Motto: Nachhaltig leben sollte kein Hexenwerk sein: praktisch und in kleinen Schritten kann jeder was tun.