Kreative, dekorative Ideen für den Kräuteranbau zuhause

#cocoon2bloom – Heute gehts um Kräuter zuhause ziehen und dabei schöne Deko basteln.

In unserer neuen, täglichen Serie mit Tipps für nachhaltige Aktivitäten zuhause während der Corona-Krise, geht es heute um den Anbau frischer Kräuter zuhause. Damit schafft man sich einen kleinen Vorrat daheim und hat gleichzeitig Beschäftigung für sich und ggf. Kinder.

Kräuter schmecken am allerbesten, wenn man sie frisch verwendet. Da liegt es nahe, immer welche ganz frisch zuhause parat zu haben. Die beste Lösung dafür: zuhause ein paar ausgewählte Kräuter anbauen. Das geht auch auf kleinstem Raum – es muss nicht der Balkon sein. Ideal ist das Küchenfenster – so hat man die Kräuter dann auch sofort griffbereit, wenn man beim Kochen ist. Zum Anbau im Innenraum sind vor allem Petersilie, Basilikum, Thymian, Salbei und Schnittlauch sehr geeignet. Die passen auch fast zu allen Gerichten. Wer mehr Platz hat und eine Vielfalt schätzt, der nimmt noch Koriander, Minze, Oregano und Rosmarin hinzu.

Bekanntlich isst ja das Auge mit. Deshalb haben wir hier ein paar sehr kreative und dekorative Ideen gesammelt, damit die Kräuter am Küchenfenster auch einen Hingucker darstellen:

Alte Konserven und Dosen eignen sich ideal für den Kräuteranbau auf dem Fenstersims. Sollten die Dosen gar dekorative oder feste Ummantelungen aus Papier oder Pappe haben, dann laßt diese doch einfach dran (aber das ist ja selten der Fall). Sonst aber kann man sie schön bemalen, bekleben oder mit bunten Bändern verzieren. Das ist auch ein lustiges Projekt für Eure Kinder, wenn es mal einen Regentag zu überbrücken gibt. Der Vorteil ist auch, dass Dosen nicht im Müll landen, sondern so eine nützliche Weiterverwendung finden. Upcycling und eigener Kräuteranbau bestens kombiniert: was will man mehr. Getreu unserem Motto, dass nicht alles auf den Müll muss, wenn man kreativ ist. Oft findet man im Haus noch schöne alte Teedosen. Die lassen sich auch gut benutzen und sind gerade ein sehr schöne Deko-Element in kleinen Küchen. Vielleicht baut man dann da auch die Kräuter an, die sich auch für einen gesunden Tee eignen; zB verschiedene Minzarten.

Verpackungskarton von Milch, Fruchtsäften, Tomatensauce, etc bieten sich auch ideal an, um darin Pflanzen anzubauen. Die Innenbeschichtung ist bekanntlich absolut dicht und somit kann kein Wasser austreten. In die alte Tomatenpackung passt thematisch natürlich Oregano oder Basilikum, sofern man die Verpackung nicht umdekoriert. Das schafft dann das eigene italienische Deko-Thema und damit auch ein bisschen Urlaubsfeeling. Wer Zeit, Muse und ein Bastelhändchen hat, dekoriert die Verpackung noch zusätzlich. Man kann deckende Farbe benutzen, Pappmache, Klebefolien oder Geschenkpapier.

Und noch eine Idee aus der Rubrik Upcycling und Platz sparen. Wer handwerklich geschickt ist, baut sich diese Wandkräuterplantage aus einem Brett und alten Plastikflaschen. Zugegeben, das ist nicht ganz einfach und erfordert etwas Vorbereitung. Aber es erspart auch den Gang ins Dekogeschäft und spart Müll. Oder man kauft eben schon so ein, dass man die Produkte auch nach der wiederverwendbaren, nachhaltigen Verpackung auswählt.

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Wer den Platz auf dem Balkon hat, kann sich diese kleine Wand aus hohlen Bausteinen bauen. Da gibts manchmal welche auch an Abbruchstellen zu holen oder vielleicht liegen welche im Keller ungenutzt. Aber neu aus dem Baumarkt sind diese dann auch ein Spielplatz für Eure Kreativität: der Trend geht ja wieder zu Neonfarben …

Shoe-Organizer-Herb-Garden-VerticalDiese Idee hat es uns angetan: wer auf dem Balkon den Platz hat, der sollte das mal testen. Die Basis ist ein (alter oder neuer) Schuhaufbewahrungshänger. Das Wort mag umständlich klingen, die Umsetzung der Idee ist es weniger. Ein paar Dinge gilt es zu beachten. Die Hängekonstruktion muss sehr stabil und fest sein. Sobald die Fächer mit Blumenerde und Pflanzen gefüllt sind, entsteht ein beachtliches Gewicht, das dann noch durch das Wässern deutlich erhöht wird. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass das Material des Hängers auch Wasser ablaufen läßt aus den einzelnen Fächer; ggf muss man da zusätzliche Löcher bohren. Auch muss für eine Wasserauffangmöglichkeit am Fuss gesorgt werden. Und schließlich lohnt es sich, einen gewissen Abstand zur Rückwand einzuhalten, damit die Wand nicht unnötig feucht wird. Aber ansonsten hat diese Idee jede Menge Charme.

Bei allen Anbauarten empfiehlt es sich übrigens unten in die Pflanzgefäße ein paar Kieselsteine zu legen, damit keine Staunässe entsteht. Auch auf eine gute Qualität der Pflanzenerde ist zu achten. Wer mag, kann da auch ein paar Eierschalen untermischen – das ist eine sehr nützliche, natürliche Düngung.

Wem die Mühe zu viel ist oder wer nun gar kein grünes Händchen hat, sollte sich mit entsprechenden Kräutern aus Bioqualität eindecken.

Christian Knäbel
ck@globalmediaconsult.com

Christian Knäbel ist ein erfahrener Unternehmensberater und Coach. Er berät Unternehmen, aber auch Einzelpersonen, weltweit in der Medien- und Telekommunikationsbranche in Projekten zu Strategie, Business Development und Nachhaltigkeit. Sein Motto: Nachhaltig leben sollte kein Hexenwerk sein: praktisch und in kleinen Schritten kann jeder was tun.