Reste-Essen einmal anders

#Cocoon2bloom: Reste vermeiden und sie nutzen stattdessen – sehr nachhaltig und effizient.

Unsere #cocoon2bloom Initiative zeigt uns heute, wie man aus Obst-und Gemüserezepten nicht Abfall, sondern nützliche Haushaltshelfer macht. Ideen also, die gerade jetzt sehr willkommen sind. Nachhaltigkeit bedeutet eben auch, die Produkte möglichst voll und ganz zu nutzen.

Zum nachhaltige Haushalt gehört immer auch die Überlegung, wie man den Abfall in der Küche reduzieren kann. Dass man schon beim Einkaufen auf wenig Verpackung und auch die Art der Verpackung achten soll, war der leichteste Schritt (ok – auch da gab’s die eine oder andere Herausforderung). Viel spannender war aber die Frage, wie man möglichst viel aus den Lebensmitteln ‚herausholt‘ und möglichst wenig Müll bzw. Reste übrig läßt.

In diesem Zusammenhang bin ich dann doch auf einige interessante Lösungen gestossen. Vor allem hat es mich ein bisschen umgetrieben, dass wir sehr oft Gemüse und Obst garnicht komplett verwerten. Habt Ihr selbst auch schon mal darauf geachtet, wie viel „Müll“ entsteht, wenn man Obst und Gemüse großzügig schält? Da ist manchmal die Hälfte dann „Abfall“ – und das ist doch nicht gut so, oder? Ich denke vor allem, wenn ich Orangen esse. Da macht diese Frucht so eine weite Reise mit ihrer Schale. Und nachher nutze ich nur die Hälfte oder ein Drittel davon. Da steht doch dann der Transportaufwand in einem unguten Verhältnis. Kann ich also die Frucht komplett nutzen oder zumindest noch „Mehrwert“ aus den Resten zaubern?

In der Tat kann man viel mehr aus Obst und Gemüse verwerten, wenn man entsprechend clever vorgeht

Die Schale von Orangen zu essen, ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Aber es geht und ist nicht schädlich (vorausgesetzt, es handelt sich um Bioware und die Frucht wurde gut gewaschen). Der Trick liegt darin, die Frucht in möglichst dünne Scheiben zu schneiden. Dann ist auch die Schale genießbar. Das selbe Prinzip läßt sich übrigens auch auf viele andere Früchte und Gemüse anwenden. Kiwis kann man z.B. auch mit Schale essen, wenn sie sehr dünn geschnitten ist.  Angeblich sollen bei der Kiwi gerade in der Schale die meisten und besten Inhaltsstoffe stecken. Beim Brokkoli kann man ähnlich vorgehen, einfach den Strunk in sehr dünne Scheiben schneiden und mitkochen. Dann hat man mehr von diesem Gemüse und spart Abfall und Geld. Und wer zum Beispiel den Apfel komplett essen will, der ist mit dieser Anleitung auf Youtube gut bedient.

Für diejenigen, die nun wirklich nicht die Schale mitessen wollen, gibt es einige andere Tipps. Insbesondere Zitrusfüchte lassen sich vielseitig im Haushalt verwenden. Damit kann man dann die Schale der Orangen oder Zitronen noch verwerten und ein wenig das Gewissen beruhigen, dass man sich exotische Früchte erlaubt.

Hier einige Tipps:

  • Das Geheimnis der Zitrone zeigt einige Verwendungsmöglichkeiten dieser Frucht auf, inkl. praktischem Tipp, wie man die ganze Frucht am besten einsetzt.
  • Für die Verwendung von Orangen auf 35 verschiedene Arten gibt es hier einen nützlichen Beitrag (leider auf English).
  • Wie man Orangen clever schält, zeigt dieser kleine Trick (auch auf English)
  • Und dass man Obstschalen dann sogar als natürlichen Wasserfilter nutzen kann, wird hier erklärt  (wiederum in English)

Es ist dann nach einiger Zeit fast schon ein bisschen sportlicher Ehrgeiz, wenn man sich die vielfältigen Methoden der „Resteverwertung“ zu eigen macht. Das gute Gewissen steigt und der Abfall wird kleiner.

Welche Erfahrungen und Tipps habt Ihr dazu? Gibt es noch weitere Tricks, wie man das Essen komplett verwerten und nutzen kann? Laßt es uns wissen.

Christian Knäbel
ck@globalmediaconsult.com

Christian Knäbel ist ein erfahrener Unternehmensberater und Coach. Er berät Unternehmen, aber auch Einzelpersonen, weltweit in der Medien- und Telekommunikationsbranche in Projekten zu Strategie, Business Development und Nachhaltigkeit. Sein Motto: Nachhaltig leben sollte kein Hexenwerk sein: praktisch und in kleinen Schritten kann jeder was tun.