Der Umwelt bewußt sein: Tipps & Tricks für Nachhaltigkeit im Alltag

Oft denken die Leute, dass ein umweltbewußter Lebensstil zu mehr Nachhaltigkeit aufwändig ist oder zumindest nur für Menschen mit ausreichendem Einkommen. Ein grüner Lebensstil wird gerne als Luxus für die besseren Bürgerschichten angesehen, weil nur die sich das Hybridauto, die teuren Biomärkte oder Solaranlagen leisten könnten. Aber eine umweltbewußte Einstellung und deren Umsetzung ist nicht alleine eine Frage des Geldes. Während es natürlich stimmt, dass manche ökologisch korrekte und nachhaltige Güter gelegentlich teurer sind als z.B. viele Industriewaren oder Discount-Produkte, ist das doch mittel-und langfristig auch oft eine kostspielige Entscheidung, zum vermeintlich billigen Produkt zu greifen. Denn billig ist meisstens nicht nachhaltig  und kostet uns und unsere Umwelt sehr oft mehr an Ressourcen als wir uns tatsächlich leisten können. Es ist eine kurzfristige, konsumorientierte Denke und gefährlich.

Ein nachhaltiger, umweltbewußter Lebensstil läßt sich aber auch mit wenig Aufwand umsetzen, wenn man einige der folgenden Ideen und Tipps beachtet. Dazu benötigt man kein gut gefülltes Bankkonto – es bedarf lediglich gelegentliches Innehalten und Nachdenken. Wir haben hier einige einfache Wege zusammengetragen, um einen umweltbewußteren Alltag zu gestalten:

Sei der Umwelt bewußt: Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit ist in erster Linie eine Geisteshaltung. Man ist sich einfach mehr bewußt, welchen Einfluss das eigene Handeln auf die Umwelt hat. Ist das, was ich gerade tue, schädlich für einen selbst, die Mitmenschen, die (Haus-)Tiere, die Natur etc. – eben wie beeinflusst es die Welt um mich herum. Das ist der erste Schritt und macht die folgenden dann viel einfacher.

  • Benutze so wenig wie möglich, künstliches Licht. Sorge dafür, dass möglich viel natürliches Licht in Deine Wohnung oder Arbeitsplatz gelangt. Nicht nur tut Sonnenlicht (ok, wenn sie mal scheint…) der Seele gut, sondern es ist die beste natürliche Licht- und Heizquelle überhaupt. Also, verhänge Deine Fenster nicht mit Gardinen und Jalousien etc. Lass Licht und Wärme rein – völlig kostenlos.

  • Mach das Licht aus. Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, dass man das Licht ausmacht, wenn niemand es braucht. Doch viele lassen es trotzdem brennen. Das verbraucht nur unnötige Energie – Energiesparbirnen hin oder her. Achso – und ersetze trotzdem die alten Birnen mit Energiesparbirnen.

  • Bring frische Luft rein: wo wir beim Fenster sind, dann lass auch bitte regelmäßig frische Luft ins Haus. Das hilft auch die ganzen Giftstoffe auszulüften, die leider oft in unseren Möbeln, Haushaltsgegenständen oder gar Bekleidung stecken. Noch besser ist natürlich auch, wenn man sich regelmäßig draußen in der Natur und frischen Luft aufhält.

  • Esse oft zuhause und plane Dein Speiseplan. Es ist selbstverständlich, dass zuhause essen günstiger ist und man die Kontrolle darüber hat, was man zu sich nimmt. Wenn man seinen Speiseplan dann auch immer ein paar Tage im Voraus erstellt, hilft das, effektiver und günstiger einzukaufen und auch den Lebensmittelmüll zu reduzieren, weil weniger übrig bleibt.

  • Nutze die Essensreste. Wenn Du dein Essen planst, kannst Du auch Essensreste besser verwerten und daraus neue Gerichte zaubern. Falls doch was übrig bleibt, kannst Du diese dann evlt. auch als Kompost verwerten oder weiter nutzen .

  • Mach Dein Essen selbst. Fertigessen und Dosenware ist nicht sehr gut für Dich und die Umwelt. Mehr Selbstgemachtes sollte auf den Tisch und auch hier kannst Du einen Vorrat anlegen, indem Du Früchte, Gemüse, Gerichte etc einfrierst, einmachst, einlegst, etc. Bioware kriegst Du manchmal günstiger, wenn Du sie in größeren Mengen oder direkt vom Bauer kaufst. Und da brauchst Du keine Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe (alles mit den „E“-Nummern ist nicht gut für Dich), sondern kannst frische, schmackhafte Speisen selber machen – und Spass macht das auch.

  • Zieh Dein eigenes Obst und Gemüse. Manches Obst oder Gemüse läßt sich auch auf kleinstem Raum zuhause „anbauen“. Sei einfach kreativ bzgl. der Ausnutzung des Raums und welche Pflanzen zu anbaust. Häng ein Tomatenstock oder Buschbohnen an die Wand, zieh ein paar frische Kräuter am Küchenfenster oder stell ein kleines Obstbäumchen auf den Balkon. Das reduziert nicht nur die Kosten beim Einkauf, sondern macht Dich auch noch zum stolzen Kleinplantagenbetreiber.

  • Spar Wasser. Wir leben in Wasserüberfluss – so scheint es zumindest. Aber dennoch wird unser Trinkwasser mit hohem Aufwand für uns gewonnen und aufbereitet. Wasserschonung ist übrigens ein globales Thema und sollte auch in unseren Breiten ernst genommen werden. Stell den Wasserhahn ab beim Zähneputzen, Geschirrwaschen, Duschen etc, wenn Du das Wasser nicht grade brauchst.

  • Überheize nicht. Stell sicher, dass der Thermostat an der Heizung korrekt eingestellt ist und Du die Heizkörper nicht mit Möbeln oder anderen Gegenständen blockierst. Nur so kannst Du effektiv und kostengünstig heizen.

  • Spare Energie bei elektronischen Geräten. Es ist sinnvoll, wenn Du einer Steckerleiste nutzt, die Du nach Bedarf ein- und ausschalten kannst. Angeblich kann man so bis zu 10% der Energiekosten sparen.

  • Vermeide unnötige Transporte. Das gilt übrigens in erster Linie für Dich und Dein Auto. Wenn es möglich ist, geh zu Fuss, per Fahrrad, Öffentliche Verkehrsmittel, Mitfahrgelegenheit etc. Das ist ein besonders wichtiger Schritt zur Nachhaltigkeit.

  • Wasche die Wäsche, wenn es sich lohnt. D.h. mach Waschmaschine und Trockner wirklich voll und oft reichen auch Waschgänge bei niedrigen Temperaturen oder einfach mit kaltem Wasser.

  • Kauf nachhaltig: anstatt Wegwerfprodukte zu kaufen, entscheide Dich für Güter, die für mehrmaligen und längeren Gebrauch geeignet sind. Das mag im ersten Moment etwas mehr kosten, doch auf die Dauer lohnt es sich. Wir bei Herrhase.de schauen z.B. bei unseren Lieferanten darauf, ob die Verpackung nachher einen weiteren Nutzwert bei Dir haben kann und ob die Produkte langlebig sind. Das sind Teile unserer Kriterien für mehr Nachhaltigkeit.

Mit allen diesen Schritten – oder auch nur einigen davon – hilfst Du schon beträchtlich dabei, die Umwelt zu schonen und damit bewusst eine nachhaltigere Lebensweise zu führen. Zusätzlich empfiehlt es sich natürlich grundsätzlich beim Einkauf auf umweltbewußte  und nachhaltige Produkte zu setzen. Oft sind diese auch ergiebiger und besser. Es tut Dir und uns allen gut: mit einem guten Gewissen gegenüber Dir und der Umwelt lebt es sich doch viel schöner.

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Thomas Killer
killer.thomas@icloud.com

"Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können Sie das Gesicht der Welt verändern."